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Wenn der Rebhahn ruft, wollen wir dabei sein

Wenn der Rebhahn ruft, wollen wir dabei sein. Es wird Zeit, sich darauf vorzubereiten!

Aktuell ist seit langem mal wieder richtig Winter. Für die Rebhühner bedeutet dies, unter schwierigsten Bedingungen am Leben zu bleiben. Die Futtersuche steht an erster Stelle und keiner macht sich jetzt Gedanken über die Partnersuche. Aber eines ist sicher, wenn es nach dem deutlichen Winter wärmer wird, die Tage länger werden und der Frühling zaghaft Einzug hält, dann werden die Rebhühner aktiv.

Dann beginnt die Balz mit dem Rufen der Hähne und der Hoffnung auf einen Partner. Die Suche nach einem geeigneten Revier und die Brut erfolgen dann gut zwei Monate später. Die Aufzucht kann sich, abhängig vom Schlupf der Küken bis in den August hinziehen. Die Balz wird von den Hähnen bestimmt und nur die können wir bis ungefähr Ende März hören, um daraus Rückschlüsse auf den zukünftigen Bestand zu ziehen.

Das Rebhuhn hat sehr viele Fressfeinde, die Balz ist für die Hähne daher überaus gefährlich und führt zu den größten Verlusten durch Prädatoren. Daher balzen die Hähne eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang bis eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang. Denn dann fliegen die Greifvögel nicht mehr und sie können die Füchse gerade noch erkennen. Gleiches gilt auch für den Zeitraum um den Sonnenaufgang. Dies ist die einzige Zeit, die Rebhühner zu verhören und zu kartieren. Das Verhören selbst erfolgt auf vorher festgelegten Strecken, die man in gut einer Stunde abgehen kann. Man bleibt etwa alle 200 m stehen und lauscht. Wenn kein Rebhahn ruft, dann vorsichtig mit der Klangattrappe rufen. Sind Rebhähne in der näheren Umgebung, dann antworten diese auf den Reiz der Klangattrappe.

Die Wahl und die Anzahl der Strecken bleibt Ihnen überlassen, idealerweise verteilen sich die Strecken über das ganze Revier. So erhält man den besten Überblick über das Vorkommen der Rebhühner. Wie oft Sie eine Stecke wiederholt abgehen, hängt auch davon ab, wie die Ergebnisse weiter verarbeitet werden sollen. Dabei muss bedacht werden, dass man gegebenenfalls den gleichen Hahn wieder hört und es deswegen aber nicht zwei Hähne sind.

Für uns ganz wichtig, die Ergebnisse sollten und müssen auf jeden Fall in der aktuellen Wildtiererfassung Niedersachsen (WTE) ihren Niederschlag finden. Bei der UNB des LK Schaumburg, der uns ja seit vielen Jahren bei der Umsetzung des Schaumburger Hegeprogrammes (SHP) unterstützt, wird von Frau Eckert-Hormann ebenfalls eine faunistische Datenbank geführt. Sie würde sich über entsprechende Meldungen sehr freuen, per Telefon 05721/703-1502 oder per Mail an, heike.eckert-hormann@schaumburg.de.

Mit diesen Informationen kann der LK SHG dann gezielte Maßnahmen zur Unterstützung des Rebhuhns umsetzen.

Zu guter Letzt: je mehr Mitstreiter Sie mobilisieren können, je mehr Fläche kann verhört werden. Nicht jeder Abend ist in der Zeit optimal und so viele Abende sind es auch nicht und gemeinsam macht es mehr Spaß, den inneren Schweinehund auf die Läufe zu bringen.